Rückblick auf die 19. Hessische Fachtagung zur Kindertagespflege 2017

Inhalt

Rückblick auf die 19. Hessische Fachtagung zur Kindertagespflege 2017

Titel

„achtsam – selbstbestimmt – gemeinsam
Partizipation als Grundhaltung in der Kindertagespflege“

Termin und Ort

13. Mai 2017
9:30 - 16:30 Uhr
Wetzlar

Kooperationspartner

Hessisches KinderTagespflegeBüro
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration 

Bilder

Fotos vom Fachtag finden Sie in unserer Bildergalerie.

Fachvortrag von

Prof. Dr. Dorothee Gutknecht, Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Evangelischen Hochschule Freiburg

Inhalte

Begrüßung

Ursula Diez-König, die Leiterin des Hessischen KinderTagespflegeBüros, eröffnet die gut besuchte Fachtagung. Sie begrüßt in der Stadthalle Wetzlar die anwesenden Tagesmütter, Erzieherinnen und Erzieher, Fachberaterinnen und Fachberater sowie Referentinnen und Referenten bzw. in der Qualifizierung von Tagespflegepersonen tätigen Fachkräfte. Auch sind einige Vertreterinnen und ein Vertreter der am Bundesprogramm „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ beteiligten Standorte unter den Tagungsgästen. Von Heike Hofmann-Salzer, der Referentin für frühkindliche Bildung beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, und ihrer Kollegin Hana Malek überbringt sie herzliche Grüße. Nun lenkt sie den Blick auf die Inhalte der Veranstaltung: „Heute wollen wir alle Partizipationsformen in den Blick nehmen.“ Konkret werde es um die Partizipation in der Arbeit mit ganz kleinen Kindern gehen, aber auch um Beteiligungsmöglichkeiten von Tagespflegepersonen und Eltern. Dazu biete der Fachtag einen Vortrag, beispielgebende Projekte, die in einer Gesprächsrunde vorgestellt würden, Arbeitsgruppen und Informationsstände.

 

Fachvortrag „Der feinfühlige und achtsame Blick auf das Kind im Alltag der Kindertagespflege“

Die Diplom-Pädagogin, Logopädin, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin Prof. Dr. Dorothee Gutknecht hat viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren. Vor diesem Hintergrund betont sie, dass „der Hauptwirkfaktor für Entwicklungs- und Bildungsprozesse bei Kindern bis drei Jahren die Responsivität der Bezugspersonen ist“. Damit sei das Antwortverhalten gemeint bzw. die Fähigkeit, sich auf jemanden in gelingender Weise abzustimmen. Die Möglichkeiten eines Kindes, am Alltagsgeschehen zu partizipieren, hingen maßgeblich von der Rersonsivität der es betreuenden Bezugspersonen ab. Dabei zeigten sich im Alltag der Kindertagespflege Möglichkeiten zur Partizipation der Kleinstkinder vor allem:

  • bei den Situationen rund um das Wickeln
  • bei den Mahlzeiten, beim Essen und Trinken
  • bei den Situationen rund um das Schlafen und Ruhen.

 

Zur Annäherung an den Begriff Partizipation verweist die Referentin auf Artikel 12 der UN Kindercharta: „Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden.“ Damit zusammenhängend hebt sie die Rolle des Alters und des Entwicklungsstandes hervor.  Kleine Kinder können noch nicht für sich selbst eintreten. Umso mehr seien sie darauf angewiesen, dass ihnen ihre Rechte auch eingeräumt würden. Die Forschung habe überdies gezeigt, dass die Einbettung dieses Themas in die Beziehungsgestaltung unabdingbar sei. „Erst wenn eine gute Beziehungsgrundlage besteht, kann das Kind partizipieren“, schlussfolgert Prof. Dr. Gutknecht. „Das Kind trinkt und isst, es bewegt sich frei, exploriert seine Umgebung und kann vertieft spielen.“ Auf der anderen Seite verhindere eine fehlende oder mit negativen Emotionen begleitete Beziehung die Partizipation eines Kindes. Dieses würde dann beispielsweise ziellos umherwandern, die Nahrungsaufnahme verweigern, anhaltend weinen oder sich überangepasst verhalten. Mit solchen Verhaltensweisen beschäftige sich aktuell die Stressforschung in Krippen. Aber auch in der Kindertagespflege gebe es Untersuchungsergebnisse zu diesem Themenfeld. Die Referentin erinnert an die Studie „Parenting & Co-Parenting“ von Prof. DDr. Lieselotte Ahnert von der Universität Wien: „Frau Ahnert konnte in ihrer Studie zeigen, dass Kleinkinder zu Tagesmüttern häufiger eine sicherere Beziehung entwickeln als Kleinkinder in Krippen zu ihren Erzieherinnen. Auch konnte eine zügigere Entwicklung der Kompetenzen von Kindern in der Kindertagespflege im Vergleich zu Kindern in Krippen nachgewiesen werden. Diese Untersuchungsergebnisse stellen ein sehr positives Ergebnis dar und haben die Betreuungsform der Kindertagespflege sehr gestärkt.“

 

Weiterhin geht die Wissenschaftlerin auf die internationale Wirksamkeitsforschung zur Entwicklungsförderung ein, die die zentrale Bedeutung des Antwortverhaltens von Bezugspersonen (Responsivität) belegt habe. Konkret macht sie dies am Beispiel des „Bewegungs- und Berührungsdialogs“ beim Wickeln deutlich. Das Wickeln könne so gestaltet werden, dass es eine Partizipation des Kindes ermögliche. „Wenn die Bewegungsabfolgen beim Wickeln langsam erfolgen und ein spiraliges Bewegungsmuster vorherrscht, kann das Kind die notwendigen Gewichtsverlagerungen aktiv mitvollziehen. Das Kind kann dann die Gewichtsverlagerung als eigene Aktivität in der Kommunikation mit der Bezugsperson erleben. Wichtig ist, dass ich das Mitmachen des Kindes ermögliche und die Bewegungen langsam ausführe“, betont Prof. Dr. Gutknecht.

 

Auch für die Lebensaktivität „Essen und Trinken“ gibt sie Beispiele für responsiv gestaltete Interaktionen. Ebenso wie beim Wickeln komme es im Bereich der Mahlzeitengestaltung darauf an, eine die Bewegung des Kindes unterstützende und nicht einschränkende Assistenz zu geben. So sei es wichtig, einem Kind, das noch Unterstützungsbedarf beim Essen hat, die Assistenz beim Essen mit Besteck immer von unten zu geben. Auf diese Weise behalte das Kind mehr Kontrolle über seine Bewegungen. Ungünstig sei es, wenn die Hand des Kindes von oben gegriffen und zum Mund geführt werde. Darüber hinaus sei es wichtig, die Umgebung so vorzubereiten, dass die erwachsene Person, die die Kinder am Tisch begleite, so wenig wie möglich aufstehen muss. Auch fördere eine ruhige Mahlzeitengestaltung die Partizipation von Kindern. Günstig sei insbesondere in der Arbeit mit Kindern mit Zuwanderungsgeschichte  der Einsatz von so genannten „Ankerlebensmitteln“. „Sie dienen oft als Brücke von einer Kultur zur anderen“, erläutert die Fachfrau. „Ankerlebensmittel sind Speisen, die das betreffende Kind gut kennt und die ihm schmecken (z.B. Zwieback, Knäckebrot, Feigen). Sie ermöglichen Kindern in Spannungssituationen ihren Hunger zu stillen.“

 

In Bezug auf das Schlafen bedeute Partizipation, dass eine Orientierung an den Signalen des Kindes erfolge. Nicht die Uhr, sondern die Müdigkeitssignale zeigten, dass es Zeit zum Schlafen ist. Die Referentin hebt hervor, dass das Personal gut ausgebildet sein sollte. Das Erkennen von Müdigkeitssignalen des Kindes und seinem Bedürfnis nach Ruhe sowie die Beantwortung dieser gehörten zum wichtigen Verhaltensrepertoire einer jeden feinfühligen Bezugsperson. Allerdings werde einem ausführlichen Nachtschlaf eine wichtigere Bedeutung für die Entwicklung des Kindes beigemessen als ein ausführlicher Mittagschlaf. „Insofern sollten Kinder mittags nur so lange schlafen, dass sie nachts einen erholsamen und wenig gestörten Schlaf finden können“, resümiert Prof. Dr. Gutknecht.

 

Murmelgruppen und Nachfragen zum Vortrag

Nach einiger Zeit des Murmelns zu den Fragen „Was von dem Gehörten setzen Sie bereits um?“ und „Welche Anregungen haben Sie erhalten?“ entstehen Nachfragen der Tagungsgäste mit Bezug auf den Vortrag.

Aus den Schilderungen der Referentin kam hervor, dass laut der Studie „Parenting & Co-Parenting“ Jungen in der Kinderkrippe weniger oft eine sichere Bindung zu Erzieherinnen entwickeln würden als Mädchen. Aufgrund der hohen Bedeutung von tragenden Beziehungen in der Krippe stelle dies ein Risiko für Jungen dar.  Eine Teilnehmerin interessiert sich für die Hintergründe dieses Ergebnisses.

Prof. Dr. Gutknecht betont, dass es zu diesem Ergebnis unterschiedliche Interpretationen gebe. Eine mögliche Erklärung lasse sich in  psychologischen Forschungserkenntnissen zu menschlichem Verhalten finden. Demnach gebe es das Phänomen, dass die Eigengruppe von Menschen meist bevorzugt werde. So hätten Studien gezeigt, dass Mädchen in einer großen Kindergruppe von Erzieherinnen häufiger bevorzugt würden. „In der Kindertagespflege ist diese Gefahr weniger gegeben, dadurch dass die Kindergruppen klein sind. Es bleibt aber auch hier wichtig, durch Selbstreflexion zu beobachten, ob es eine Tendenz zur Bevorzugung von Jungen oder Mädchen gibt“, berichtet die Referentin.

 

Die Teilnehmenden interessieren sich auch für die Frage: „Wie viel Wechsel der Bezugspersonen Kinder unter drei Jahren vertragen können?“ Professorin Gutknecht betont hier, dass grundsätzlich stabile Beziehungen zu Bezugspersonen in der Kindetagespflege oder Krippe für kleine Kinder sehr wichtig seien. Auf der anderen Seite spielten aber auch Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle. Sie illustriert dies an einem Beispiel: Wenn eine eher „kühl“ agierende Pädagogin von einer eher warmherzigen Pädagogin abgelöst werde, so sei dies in der Regel ein Gewinn für das Kind und es verkrafte einen solchen Wechsel durchaus gut. Andersherum könnten eher Schwierigkeiten aus dem Wechsel entstehen. So konnte eine ältere Studie zeigen, dass sich bei gleicher Ernährungssituation Kinder bei einer zugewandten und herzlichen Pädagogin besser entwickelten als bei einer kühlen, distanziert agierenden. Pauschal lasse sich diese Frage nicht beantworten, so die Freiburger Wissenschaftlerin.

 

Weiterhin interessiert sich eine Teilnehmerin für unterschiedliche Erziehungsvorstellungen zwischen Eltern und Tagespflegepersonen und den professionellen Umgang damit. Ihre Frage lautet: „Wie kann man voneinander abweichende Ansichten zu Partizipation zusammenbringen?“

In Bezug auf verschiedene Einstellungen zum Schlafen und zur Partizipation empfiehlt die Referentin das gezielte Beobachten des Kindes und das Gespräch mit den Eltern. Um eine angemessene Einschätzung zu treffen, ob das Kind z.B. frühzeitig aus dem Mittagsschlaf geweckt werden sollte zugunsten eines ruhigeren Nachtschlafs, sollte der Gesamtschlafbedarf des Kindes betrachtet werden. Wie sieht der Tag- und Nachtrhythmus des Kindes insgesamt aus? Was beobachten Eltern Zuhause? Haben sie realistische Vorstellungen in Bezug auf das Schlafen? „Sich diese Fragen zu stellen, hilft bei der Einschätzung der Gesamtsituation. In diesen Fällen ist das Führen eines Schlafprotokolls hilfreich, um den Gesamtschlafbedarf beurteilen zu können“, regt Prof. Dr. Gutknecht an. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Referentin das Buch von Kramer und Gutknecht „Schlafen in der Kinderkrippe“, Herder Verlag, das genau für diese Fragen Hilfestellung gibt.

Auch bei der Sauberkeitserziehung lohne es sich, zu schauen, welche Signale die Eltern wahrnehmen und welche die Bezugspersonen im Betreuungsalltag. So komme es vor, dass Eltern zuhause Signale ihres Kindes beobachten, die auf den Beginn der Sauberkeitsentwicklung hinweisen. Sie teilten dann oft mit, dass sie ihr Kind ohne Windeln schicken möchten. In der Kindergruppe zeige das Kind allerdings noch gar keine Signale, die auf diesen Entwicklungsschritt hindeuten. Dies könne damit zusammenhängen, dass das Kind seine Bedürfnisse zuhause mit mehr Ruhe und möglicherweise allein besser und auch früher wahrnehme als in der Kindergruppe. Hier müssten beide Seiten, Eltern und Kindertagespflege, zu einem balancierten Vorgehen zum Wohle des Kindes kommen.

 

Die letzte Frage aus dem Publikum bezieht sich auf stark leistungsorientierte Erziehungsvorstellungen von vielen Eltern. Eine Teilnehmerin habe die Erfahrungen gemacht, dass Eltern sich in der Hinsicht verändert hätten. „Wie ist der starke Leistungsgedanke in der Erziehung in Bezug auf die Entwicklung des Kindes einzuschätzen?“, fragt sie.

Hier verweist Prof. Dr. Gutknecht auf die Milieuforschung und die sozialwissenschaftliche Untersuchung des Sinus-Instituts „Eltern unter Druck“. Dort sei das Erziehungsverhalten von Eltern untersucht worden und ein Ergebnis war, „dass es keinen grundsätzlichen Trend zu einem zu hohen Leistungsdruck bei allen Eltern gibt. Vielmehr seien unterschiedliche Gruppierungen in der Gesamtelternschaft zu finden. Neben leistungsorientierten, überfürsorglichen Eltern gibt es auch Gruppen von vernachlässigenden Eltern. Eine Reihe von Studien konnte zeigen, dass Kinder von Eltern, die hohe Erwartungen an sie stellen, eher nicht zu der Gruppe gehören, die im späteren Leben gravierende Schwierigkeiten aufweisen. Die größte Belastung für Kinder entsteht, wenn sie in einem desorganisierten Zuhause aufwachsen“. Davon unabhängig sei ein das Kind grob überforderndes Verhalten von Eltern natürlich zu kritisieren. Hier könne die Kindertagespflege ein Gegengewicht bilden und sich mit einer feinfühligen Haltung positiv auf das Kind auswirken.

 

Vorstellung verschiedener Partizipationsformen in Hessen

Im Rahmen einer Gesprächsrunde werden folgende beispielgebende Partizipationsprojekte vorgestellt:

  1. Handbuch Kindertagespflege aus der Stadt Offenbach: An dessen Entwicklung haben 13 Tagespflegepersonen und eine Mitarbeiterin der Fachberatung mitgewirkt. Es enthält relevante Verwaltungsregelungen für die Kindertagespflege in Offenbach, Hinweise zu Steuern und Versicherungen, rechtliche Grundlagen sowie Anregungen und Tipps zur pädagogischen Praxis.
    Fachberaterin Astrid Flöritz und Tagesmutter Beate Dogan
  2. Interessengemeinschaft Kindertagespflege Hochtaunuskreis (IGK): Sie wurde Ende 2013 von mehreren engagierten Tagespflegepersonen gegründet. Im Rahmen der IGK konnten sich die Tagespflegepersonen an verschiedenen Stellen erfolgreich an der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen beteiligen.
    Tagesmütter Christin Kasri und Petra Damerau
  3. Sprecherinnen-Modell im Kreis Groß-Gerau: Dieses Gremium besteht aus acht gewählten Sprecherinnen und drei Mitarbeiterinnen des Fachdienstes. Im Rahmen dieses Modells können Tagespflegepersonen an der Gestaltung und Entwicklung der Kindertagespflege auf Kreisebene mitwirken.
    Leiterin des Fachdienstes Kindertagesbetreuung Dagmar Richter und Tagesmutter Karin Laun

     

Informationsstände

  1. Servicestelle Kindertagespflege der Stadt Maintal mit Informationen zum Elternbeirat in Maintal und mit Materialien zum Projekt TaKKT II
    Leiterin der Servicestelle Kindertagespflege Maintal Anja Stroh-Barth
  2. Beratungs- und Servicestelle „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung in Hessen"
    Koordinatorin des Projektes Franziska Korn
  3. Publikationstische mit Materialien des Hessischen KinderTagespflegeBüros und Fachliteratur zum Thema Partizipation
    Pädagogische Mitarbeiterin des Hessischen KinderTagespflegeBüros Christiane Mickel

 

Arbeitsgruppen

Bei den Anmeldungen zu den Arbeitsgruppen war das Interesse der Teilnehmenden sehr auf die Kinder fokussiert. Die Arbeitsgruppen mit Blick auf die Beteiligung von Eltern und Tagespflegepersonen wurden lediglich von einigen wenigen Personen favorisiert. Diesem Bedürfnis der Tagungsgesellschaft ist das Hessische KinderTagespflegeBüro bei der Planung des Programms entgegengekommen, indem die drei Arbeitsgruppen 1, 2 und 4 vergrößert wurden und die Arbeitsgruppen 3, 5 und 6 ausgefallen sind.

 

AG1: Partizipation in den alltäglichen Schlüsselsituationen in der Kindertagespflege
Prof. Dr. Dorothee Gutknecht, Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der EH Freiburg

AG 2: Partizipation in der Eingewöhnung – es geht auch anders!
Rosi Henneberg, Erzieherin, Tagespflegeperson, Fortbildnerin, Buchautorin und Fachkraft für Kindzentrierung mit dem Schwerpunkt Freinetpädagogik

AG 4: Auch die Kleinen haben was zu sagen – Partizipation im Alltag mit Kindern
Annette Nordhoop, Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin, langjährige Referentin in der Kindertagespflege, Dozentin für Erwachsenenbildung

 

Nach der Vorstellung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen besteht Raum für Nachfragen zu den am Mittag vorgestellten Beteiligungsprojekten. In Bezug auf das Sprecherinnen-Modell im Kreis Groß-Gerau ist von Interesse, ob die „Zwischenschaltung“ der Sprecherinnen die direkte Kommunikation mit dem Fachdienst bzw. mit den Tagepflegepersonen behindert. Hierzu fällt die Antwort der Fachdienstleitung Dagmar Richter eindeutig aus: „Die Sprecherinnen entwickeln Dinge mit, dies behindert nicht den direkten Kontakt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Partizipation die Weiterentwicklung der Kindertagespflege im Kreis bereichert.“

 

In diesem Sinne verabschiedet Ursula Diez-König die Tagungsgäste mit guten Wünschen für viel gelebte Partizipation auf verschiedenen Ebenen.

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