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Kinder mit Fluchthintergrund in Hessen – Beratungs- und Servicestellen für die Kindertagesbetreuung

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) hat darauf schnell reagiert und mehrere Fachveranstaltungen angeboten. Dort wurden viele Fragen aufgegriffen und wichtige Informationen weitergegeben. Zudem wurde deutlich, dass es mehr als Fachveranstaltungen braucht, denn für viele der Fragen aus der Praxis gibt es keine zentrale Stelle, bei der nachgefragt werden kann. Gemeinsam mit der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie hat das HMSI zum 1. Dezember 2016 deshalb ein Angebot mit drei zeitlich befristeten Beratungs- und Servicestellen gestartet.

 

In den drei regionalen Beratungs- und Servicestellen bekommen Kindertagespflegepersonen, Träger, Fachberatungen und pädagogische Fachkräfte Hilfe bei ihren großen und kleinen Fragen rund um das Thema Kinder mit Fluchthintergrund. Dabei können die Fragen genauso vielfältig sein, wie die neu zugezogenen Familien: Was verstehen Eltern aus Syrien unter Bildung und Erziehung ihrer Kinder? Was muss beim Thema Essen beachtet werden? Wie verständige ich mich am besten mit Eltern und Kindern, wenn sie erst wenig Deutsch sprechen? Was ist zu tun, wenn die Kinder von Krieg und Flucht traumatisiert sind? Auch Kinder mit Fluchthintergrund haben einen Anspruch auf die bestmögliche Förderung und Unterstützung, damit sie sich schnell in Hessen zurechtfinden und zu selbstständigen, neugierigen Menschen heranwachsen.

 

Die Beratungs- und Servicestellen in Süd-, Mittel- und Nordhessen vermitteln durch intensive Recherchen und Kenntnisse über die regionalen Strukturen vor Ort möglichst passgenaues, gebündeltes Wissen zu den spezifischen Fragen. Dadurch verlieren die anfragenden Tagespflegepersonen oder Institutionen keine Zeit mit der langwierigen Suche nach Informationen und richtigen Ansprechpartnern, sondern können sich voll und ganz auf die Betreuung der Kinder konzentrieren. Von den Beratungs- und Servicestellen erhalten die anfragenden Stellen dann zentral für ihre jeweilige Region Informationen und Materialien kompakt zusammengestellt. 

 

Das zweijährige Projekt unterstützt und stärkt Kindertagespflegepersonen, pädagogische Fachkräfte, Träger und Fachberatungen in ihrer Arbeit. Kinder in Hessen, egal ob geflüchtet oder nicht, sollen die gleichen Chancen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Entwicklung ihrer Persönlichkeit bekommen – dabei leisten die Beratungs- und Servicestellen einen Beitrag.

 

Die drei Beratungs- und Servicestellen im Überblick

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Nordhessen:
DAKITS e.V. (Dachverband der freien Kindertageseinrichtungen)
Motzstraße 4, 34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 7663884
Email: nordhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.dakits.de

 

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Mittelhessen: 
Magistrat der Universitätsstadt Marburg 
Karlsbader Weg 5, 35039 Marburg
Tel.: +49 (0) 6421 4875619 
Email: mittelhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.marburg.de

 

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Südhessen: 
DRK-Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V. 
Mornewegstraße 15, 64293 Darmstadt 
Tel.: +49 (0) 6151 3606656 
Email: suedhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.drk-darmstadt.de

 

Projektkoordination: Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

Email: koordination(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de

Tel.: +49 (0) 6251 7005-0

 

Internet: www.beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de

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