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Endlich wieder ein Stück „Normalität“!

Nachgefragt bei Jana Gießer-Tavraz…

Wie haben Sie den Wiedereinstieg in Ihrer Kindertagespflegestelle gestaltet?

Während der Schließungszeit hatte ich immer wieder Kontakt zu meinen Tageskindern und deren Eltern über die sozialen Medien. Bei den einen mehr und den anderen weniger.

Ich betreue drei Tageskinder und da ein Kind zurzeit nicht gebracht wird, habe ich den Wiedereinstieg mit zwei Kindern begonnen. Dazu habe ich mich mit den Familien auf dem Spielplatz verabredet, so konnten wir uns wieder gut aneinander gewöhnen. Mit den Eltern habe ich frühere Abholzeiten vereinbart, die wir langsam steigern konnten.

Während eines meiner Tageskinder sich sehr gefreut hat wieder da zu sein und eigentlich gar keinen Übergang brauchte, tat sich das andere Tageskind etwas schwerer. Es brauchte ein wenig Zeit, um sich wieder gut von den Eltern trennen zu können, aber jetzt ist auch dieses Kind wieder angekommen.

Die Flexibilität der Betreuungszeiten konnte ich mit meinen abgebenden Eltern gut vereinbaren, da sie selbst nicht berufstätig sind und deshalb etwas mehr Freiraum haben. Grundsätzlich haben sich die Eltern auch sehr gefreut, dass die Betreuung wieder möglich ist, auch wenn sie die gemeinsame Zeit mit ihren Kindern sehr genießen konnten. Alle sind in dieser Zeit wieder mehr zusammengewachsen.

Gab es eine Neuaufnahme?

Bisher noch nicht.

Haben Sie bezüglich der Corona-Pandemie Ihr Konzept verändert?

Früher haben wir, wenn wir uns auf dem Spielplatz oder überhaupt draußen aufgehalten haben, auch kleine Mahlzeiten zu uns genommen in Form eines kleinen Picknicks. Diese Aktion habe ich komplett gestrichen und wir essen nur noch zuhause.

Ich achte mehr darauf, dass die Kinder nicht erkältet sind und wir waschen uns häufiger die Hände. Eltern tragen in der Bring- und Abholsituation eine Schutzmaske und kommen nach Möglichkeit gar nicht mehr in die Betreuungsräume. Was natürlich bei einer Neuaufnahme so nicht funktioniert, denn die Eltern müssen ja auch die Umgebung kennenlernen, in der sich ihr Kind aufhält.

Im Großen und Ganzen habe ich möglichst alles so gelassen, wie die Kinder es vor der Schließung kannten, da es mir wichtig war, dass sie auf eine vertraute Umgebung treffen. Lediglich das Puppengeschirr habe ich weggeräumt, weil es dabei im Spiel häufiger zu engem Kontakt mit dem Material kommt. Und ich achte sehr darauf, dass jedes Kind seine eigene Flasche benutzt.

In meiner Familie nahm alles seinen gewohnten Lauf, außer dass ich meine Tochter mit betreue, da sie derzeit nicht in die Kita geht.

Welche Fragen beschäftigen Sie noch?

Zurzeit habe ich keine Fragen, ich fühle mich durch meine pädagogische Fachberatung im Kooperationsprojekt „Kinderbrücke“ in Wiesbaden gut begleitet und unterstützt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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