„Der Vertretung einen Raum geben“

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„Der Vertretung einen Raum geben“

Fachdienst Kinderbetreuung der Universitätsstadt Marburg

©Fachdienst Kinderbetreuung der Universitätsstadt Marburg

Konzept

In der Universitätsstadt Marburg betreuen die meisten Tagespflegepersonen bis zu fünf Tagespflegekinder und schöpfen somit ihre Erlaubnis zur Kindertagespflege weitgehend aus. Eine gegenseitige Vertretung von zwei Tagespflegepersonen ist daher nicht möglich. Die Universitätsstadt Marburg konzipierte deshalb im Jahr 2010 ein qualitätssicherndes und verlässliches Vertretungskonzept.

So organisierte der Fachdienst Kinderbetreuung ein Vertretungsprojekt in eigens dafür angemieteten Räumlichkeiten. Die Vertretung wird bei Bedarf ab 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr angeboten. Für die Notfallbetreuung stehen vier feste Vertretungstagespflegepersonen zur Verfügung, die im Krankheitsfall einer regulären Tagespflegeperson erfolgt, zur Verfügung. Die vier Vertretungstagespflegepersonen orientieren die Notfallbetreuung im Vertretungsprojekt an den regulären Betreuungszeiten der erkrankten Tagesmütter und Tagesväter. Im Vertretungsprojekt können maximal bis zu 40 Wochenstunden die Tagespflegekinder betreut werden. Drei Frauen, die über eine langjährige Beschäftigung als Tagespflegepersonen verfügen und eine Diplom-Pädagogin praktizieren die Tätigkeit einer Vertretungstagespflegeperson. Damit die Tagespflegekinder vorab eine gute Beziehung und eine vertrauensvolle Bindung zur Vertretungstagespflegeperson entwickeln können, besuchen die Vertretungstagespflegeperson regelmäßig die Kindertagespflegestellen in den ihnen zugeordneten Stadtteilen.

Im Krankheitsfall der regulären Tagespflegeperson informiert die erkrankte Tagespflegeperson zunächst die Vertretungstagespflegeperson über ihren Ausfall und erfragt, wie viele Plätze diese momentan vorhalten kann. Erst danach werden die Eltern informiert und nach ihrem Vertretungsbedarf abgefragt. Die zuständige Fachberaterin des Fachdienstes Kinderbetreuung der Universitätsstadt Marburg wird informiert, wie lange die Notfallbetreuung voraussichtlich andauern wird. Zudem können die regulären Tagespflegepersonen im begründeten Einzelfall auch die Wohnung des Vertretungsprojektes nutzen, wenn beispielsweise ihre Räumlichkeiten gerade nicht nutzbar sind (wie einem Wasserrohbruch oder einen Ausfall der Heizungsanlage u. a.).

Durch die angemietete Wohnung in Zentrum der Universitätsstadt Marburg und die Tätigkeit der vier flexiblen, gut ausgebildeten Vertretungstagespflegepersonen wurde ein verlässliches Vertretungssystem für alle Eltern in der Kommune geschaffen.

©Fachdienst Kinderbetreuung der Universitätsstadt Marburg

 

Informationen zum Standort

In der Universitätsstadt Marburg gehört der Bereich Kindertagespflege zum Fachdienst Kinderbetreuung. Das Aufgabengebiet der Abteilung Kindertagespflege umfasst Beratung, Vermittlung, Begleitung und Qualifizierung der Tagespflegepersonen sowie die Unterstützung von Eltern bei der Kinderbetreuungssuche. Qualitätssicherndes Arbeiten wird durch regelmäßige Kooperation und Fachaustausch mit der Fachberatung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Evangelischen Familien-Bildungsstätte und dem Tagesmütterverein ermöglicht.

 

Informationen zur Stadt Marburg

Die folgenden Angaben entstammen öffentlichen Berichten des Hessischen Statistischen Landesamtes aus den Jahren 2015 (Kommunen und Einwohnerzahl) und 2016 (tätige Tagespflegepersonen und Kinder in öffentlich geförderter Kindertagespflege). Die Zahl der Fachdienste wurde durch das Hessische KinderTagespflegeBüro ermittelt:

  • Stadt mit Sonderstatus im Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • Einwohnerzahl: 73.836
  • Tätige Tagespflegepersonen: 60
  • Kinder in öffentlich geförderter Kindertagespflege: 239
  • ein Fachdienst in öffentlicher Trägerschaft

 

Kontakt: 

E-Mail: kindertagespflege@marburg-stadt.de

Webseite: http://www.marburg.de/kindertagespflege

 

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